Andreas Ulich mit Brille trägt einen schwarzen Anzug und steht im Freien vor einem grünen, bewaldeten Hintergrund.

Bühne frei!

Zwischen Rampenlicht und Tintenfleck – Andreas Ulich

Andreas Ulich stand viele Jahre auf Theaterbühnen, bevor er begann, eigene Geschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schreiben. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt er 2015 den Berganza-Preis. Heute lebt er als Autor in der Prignitz in Brandenburg und tüftelt mit großer Leidenschaft an Büchern, Hörspielen und Theaterstücken. Am liebsten für junge Leseratten und kleine Bühnenfans.

Mehr zu Andreas’ Schaffen unter: www.andreas-ulich.jimdosite.com

Aus Andreas’ Feder

Auf ein Wort mit Andreas

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Einen typischen Arbeitstag kenne ich gar nicht. Jeder Tag ist neu und anders. Oft sortiert sich das, was gemacht werden muss, erst Stück für Stück – da kann es aber auch hin und wieder vorkommen, dass ich abends um 22 Uhr immer noch am Schreibtisch sitze. Das macht mir aber nichts aus, weil ich fest davon überzeugt bin, dass Kreativität und Inspiration immer und überall zur Verfügung stehen.

Wie bist Du zu Deinem Job gekommen?

Auch das ist nicht in einem Satz zu beantworten. Zu meinem ursprünglichen Job als Schauspieler bin ich durch meine Schauspielausbildung und meinen Dickkopf gekommen. Und daraus hat sich dann all das andere entwickelt, was ich noch so mache. Da wären zum Beispiel das Rezitieren, also das Vorlesen von klassischen und eigenen Texten, das Schreiben von Geschichten und Theaterstücken und inzwischen auch das Übersetzen von Texten aus dem Englischen ins Deutsche.

Wie sieht dein Lieblings-Arbeitsplatz aus?

Hell sollte der Arbeitsplatz sein, am liebsten draußen im Halbschatten, perfekt wäre unter einem großen Baum. Aber den Baum, der wirklich geeignet ist, um darunter zu schreiben, den muss ich wohl noch finden. Und natürlich brauche ich Ruhe. Dass es Schriftsteller gibt, die in vollbesetzten Kaffeehäusern große Romane schreiben, konnte ich nie so recht glauben.

Was hilft dir, wenn du mal nicht weiter kommst?

Ein Zaubermittel ist Spazierengehen. Das hilft insoweit, dass ich Gedanken, die sich im Gehirn verhakt haben, wieder loslassen kann.
Und ganz großartig ist auch, mir die Geschichte, an der ich gerade schreibe, von einer anderen Perspektive aus erzählen zu lassen. Am besten von einer ganz ungewöhnlichen. Wenn zum Beispiel das Fahrrad des Protagonisten anfängt, die Geschehnisse aus seiner Sicht zu beschreiben, dann kommen die Ideen ganz von alleine. Das Dumme ist nur, dass ich in so einem Fall dann ernstlich darüber nachdenke, das Fahrrad die ganze Geschichte erzählen zu lassen. Um also die Frage zu beantworten: Mir hilft spazieren zu gehen oder etwas ganz Ungewöhnliches zu schreiben.

Weißer Hahn auf Holztisch mit Kinderbüchern, darunter Jeremy und Erbse von Andreas Ulich, im Garten von Gut Pusteblume vor einem bunten Gewächshaus.
Andreas Ulich sitzt lachend im Garten von Gut Pusteblume und hält sein Kinderbuch Jeremy und Erbse in den Händen. Neben ihm steht ein offener Karton mit weiteren Büchern. Im Hintergrund ist ein bunt bemaltes Holzhaus zu sehen.

Und wer mischt noch mit?

Gute Geschichten

für starke Kids